Besuch von Chinas Au?enminister in Vietnam

Abkommen mit Vietnam: Tokio will seine milit?rischen Beschr?nkungen lockern

13.09.2021

Am Samstag, zeitgleich mit dem Besuch von Chinas Au?enminister Wang Yi, haben Japan und Vietnam ein Abkommen über den Transfer von milit?rischen Ger?ten und Technologien unterzeichnet. Chinesische Milit?rexperten erkl?ren, dass Japan damit seinen milit?rischen und sicherheitspolitischen Einfluss in der Region st?rken und seine pazifistische Verfassung schrittweise ?ndern wolle.


Japan und Vietnam haben am Samstag ein Abkommen über den Transfer von Milit?rausrüstung und -technologien unterzeichnet, das sich laut ausl?ndischen Medien gegen China richtet. Experten zufolge zielt Tokios milit?rische Zusammenarbeit mit Hanoi darauf ab, seinen Einfluss in regionalen Sicherheitsfragen auszuweiten. Die Ausrüstungsexporte seien nun ein Versuch, die von Japans Verfassung aufgelegten milit?rischen Beschr?nkungen aufzuweichen.

 

Die Vereinbarung wurde am Samstag bei einem Treffen zwischen dem japanischen Verteidigungsminister Nobuo Kishi und seinem vietnamesischen Amtskollegen Phan Van Giang in Hanoi getroffen. Das Treffen fand damit zeitgleich mit dem zweit?gigen Besuch des chinesischen Staatsrats und Au?enministers Wang Yi in Vietnam statt, welches am Freitag begonnen hatte.

 

Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums werden Japan und Vietnam in weiteren Gespr?chen Einzelheiten über den Transfer von spezifischer Ausrüstung - einschlie?lich Marineschiffen - ausarbeiten. Kishi sagte in einer Online-Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen, dass Japan die Gespr?che mit Vietnam über den Verkauf von Schiffen der Selbstverteidigungskr?fte beschleunigen werde, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News berichtete.

 

Japans Abkommen über den Transfer von Verteidigungsausrüstung und -technologie nach Vietnam ziele nicht nur darauf ab, die Verteidigungszusammenarbeit zwischen den beiden L?ndern erheblich zu verbessern, sondern sei überdies auch ein neuer Schritt, um Tokios Pr?senz im indopazifischen Raum in Bezug auf regionale Sicherheitsfragen zu verst?rken. Hierbei würde vor allem die Region Südostasien oberste Priorit?t genie?en, erl?uterte Zhang Yong, Generalsekret?r des Zentrums für chinesisch-japanische Beziehungen am Institut für Japanstudien der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften. Der Export von selbst hergestellter Verteidigungsausrüstung sei im Grunde Japans neuester Versuch, seine milit?rischen Beschr?nkungen aufzuweichen und folgedem alten Weg des früheren japanischen Premierministers Shinzo Abe, der Japans milit?rische Rolle im Ausland st?rken wollte. Laut Kyodo News ist das japanisch-vietnamesische Abkommen auch eine Reaktion auf Chinas ?wachsendes Selbstbewusstsein in regionalen Gew?ssern“.

 

Auch chinesische Beobachter erkl?rten, dass Japans Schritt eindeutig auf China abziele, da das Land in letzter Zeit eine Reihe von provokativen Ma?nahmen gegen China durchgeführt habe, darunter die Durchführung von Milit?rübungen gegen China mit L?ndern innerhalb und au?erhalb des indopazifischen Raums und wiederholte Provokationen im Zusammenhang mit der Taiwan-Frage. Einige japanische Politiker haben Chinas rote Linie überschritten, indem sie sich zu Taiwan ge?u?ert und vorgeschlagen hatten, Japan solle die Insel gegen das chinesische Festland unterstützen. Die jüngste ?u?erung kam am Mittwoch vom stellvertretenden japanischen Verteidigungsminister Yasuhide Nakayama, der laut einem Bericht in der Newsweek einen Angriff auf die Insel Taiwan mit der nationalen Sicherheit Japans in Verbindung brachte. Zhang sagte, Japan verhalte sich gegenüber China zunehmend defensiv, da die USA ihre Bemühungen, Japan auf ihre Seite zu ziehen, intensiviert h?tten und ihre Allianz weiter st?rken würden.  


Der chinesische Staatsrat und Au?enminister Wang Yi besuchte am Freitag Vietnam als erste Station seiner Reise nach Südostasien, wo er sich mit dem Generalsekret?r des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Vietnams, Nguyen Phu Trong, dem vietnamesischen Premierminister Pham Minh Chinh und anderen hochrangigen Beamten traf. W?hrend der Treffen betonte Wang, dass China und Vietnam sich an den bereits erzielten politischen Konsens in der Frage des Südchinesischen Meeres halten und einseitige Ma?nahmen vermeiden müssten, die die Situation verkomplizieren und die Streitigkeiten weiter eskalieren k?nnten.

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Quelle: www.kingbp.com

Schlagworte: Abkommen,Japan,Vietnam,Taiwan-Frage,milit?rische Beschr?nkungen

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